Interview

Hallo Herr Mutz

Hallo

Wir sind natürlich unglaublich dankbar, dass Sie sich trotz ihres vollen Terminplans Zeit für uns nehmen. 

Ja es war tatsächlich schwierig ein Loch in meinem Kalender zu finden, aber heute habe ich seit langer Zeit tatsächlich mal wieder etwas freie Zeit.

Dann fangen wir besser gleich an: Zuerst einmal, wie geht es Ihnen heute?

Mir geht es ausgesprochen gut wie immer eigentlich. Immer etwas müde aber sonst alles super. Mich freut es, dass in den letzten Tagen auch immer gutes Wetter war. Die Regenzeit müsste jetzt wieder vorbei sein.

Das freut mich zu hören! Zuerst die wichtigste Frage: Wie groß sind sie eigentlich?

Wirklich? Darauf antworte ich nicht mehr. Die Frage hängt mir solangsam echt zum Hals rauf.

Ok, dann eine andere Frage: Wieso sind sie so groß?

Also wenn es nach den Erzieherinnen im Kindergarten und in den Betreuungshäusern geht, liegt das daran, dass ich immer die Suppe esse und auch sonst alles und auch alles ganz schnell. Wenn mir ein Kind diese Frage stellt sind die Erzieherinnen immer sofort zur Stelle und beantworten sie so für mich.

Alles klar. Und spielen sie Basketball?

Besonders kreativ sind sie mit ihren Fragen ja nicht aber ich antworte trotzdem: Ja tatsächlich spiele ich Basketball. Und zwar jeden Mittwochnachmittag. Mein Programm wurde geändert und jetzt gebe ich mittwochs Basketballstunden, ohne wirklich viel davon zu verstehen. Allerdings bin ich groß, das scheint als Qualifikation zu reichen.

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Interessant. Dann lassen sie uns doch mal das Thema wechseln 

Ja bitte. Über dieses Thema rede ich schon viel zu oft.

Gerne. Wie fühlt es sich das Gesicht des YMCA Colombia zu sein?

Das ist wirklich eine Ehre. Ich meine, ich bin schon ziemlich cool aber, dass sie mich so auf das Cover drucken hätte ich wirklich auch nicht erwartet. Man muss dabei nämlich bedenken, dass es hier nicht nur um den YMCA Bogotá, sondern um den YMCA Colombia geht, die Überorganisation aller YMCAs in Kolumbien.

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Wie war das dann, als YMCA Promi auf das Treffen aller Missionsabteilungen der YMCAs in Kolumbien in Ibagué zu gehen?

Glücklicherweise gab es nicht so viele Paparazzi, sodass ich das Treffen voll genießen konnte. Einige Volontäre kannte ich auch schon von einem Treffen im Oktober, in dem das berühmte Bild aufgenommen wurde. Das war schön die wiederzusehen und auch neue Bekanntschaften in den anderen YMCAs zu knüpfen.

Trotzdem kann ich mir vorstellen, dass sie dann noch öfter als sowieso schon für Fotos gefragt werden, habe ich da Recht?

Naja in einer Woche haben besonders viele aus dem YMCA Bogotá nach Fotos gefragt, dass lag aber eher daran, dass die wöchentliche Challenge des YMCAs darin bestand, ein Foto mit einem ausländischen Volontär zu machen.

Das heißt, sie genießen den Ruhm und er bringt keine Nachteile mit sich?

Ganz so würde ich das jetzt auch nicht sagen. Als der YMCA in eine Firma in Bogotá ging, um Werbung für die Organisation und Volontariat zu machen wurde ich als das Gesicht des YMCA Colombia logischerweise auch gefragt. Um dem großen Rummel zu entgehen habe ich mich aber lieber verkleidet, um nicht erkannt zu werden.
Auch bei einem Ausflug in die Salzkapelle in Zipaquirá konnte ich mich kaum vor Paparazzi retten. Ich musste, ohne zu übertreiben mehr als 5min Fotos mit allen möglichen Leuten machen. Da wir auf eine Filmvorstellung warten mussten konnte ich leider nicht weglaufen. Ich dachte bis nach Zipaquirá wird sich das noch nicht rumgesprochen haben und bin deshalb ohne Verkleidung gegangen. Ein Fehler wie sich dann herausstellte.

Das hört sich ja dann doch nicht nur positiv an. Aber ich denke das sind einfach die Schattenseiten des Ruhms, die sich nicht vermeiden lassen.

Ja so wird es wohl sein. Insgesamt ist es meistens auch kein Problem, nur wenn es dann zu viel wird wie in Zipaquirá, nervt es dann schon etwas. Zwei Freundinnen hatten aber die Idee, mir ein T-Shirt zu schenken, auf dem steht, dass ein Foto 1000 kolumbianische Pesos (knapp 30 Cent) kostet. Falls ich das wirklich bekomme, könnte ich mir vorstellen, dass die Anfragen zurückgehen.

Das hört sich nach einer witzigen Idee an. Was gibt es sonst noch zu berichten, was unsere Leser interessieren könnte?

Mmh. Diesen Samstag hat das Programm „Escaladores“ in dem ich samstags war aufgehört. Das ist ein bisschen schade, da wir viel Spaß zusammen hatten, vor allem auf dem Camp, das vor drei Wochen stattgefunden hat. Jetzt werde ich samstags in „AIM“ mitarbeiten, was eigentlich ähnlich ist, nur sind die Teilnehmer jünger. Sonst gibt es eigentlich nichts neues zu erzählen.

Na dann vielen Dank für ihre Zeit.

Immer wieder gerne.

Ach, eine Frage noch: Wie haben sie den Start der Copa America erlebt?

Super. Gestern ging es für Kolumbien los und wir haben gleich mal klargemacht, wer der Boss in der Gruppe B ist.  Ich freue mich schon auf die weiteren Spiele und auf die Feier, wenn Kolumbien dann am 07. Juli die Copa America gewonnen hat.

 

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Vom Vermissen

Immer wieder werde ich gefragt, was ich denn an Deutschland vermisse. Meistens antworte ich: „gar nicht so viel eigentlich“ oder „das Essen“. Als ich jetzt aber vor zwei Wochen kurz wieder in Deutschland war ist mir aufgefallen, dass es doch noch einiges mehr ist, deshalb hier jetzt mal eine (unvollständige) Liste:

  • Döner
  • Essen allgemein (ich hätte nicht gedacht, dass man in so wenigen Tagen so viel zunehmen kann)
  • Familie
  • Freunde
  • Frische Luft (hier in Bogotá ist die Luft oft ziemlich schlecht, da die Fahrzeuge einfach alles rausblasen und es gefühlt überhaupt keine Abgasfilter oder Grenzwerte gibt)
  • Ruhe (hier ist immer Krach, von Autos, Leuten, Partymusik, den total bescheuerten Hunden in der Nachbarschaft und noch vielem mehr. Wenn ich in der ACJ mal meine Ruhe will, schließ ich mich im hinteren Materialaufbewahrungszimmer ein. Aber auch da hat man selten länger als 20min Ruhe)
  • Mein großes Bett (hab zwar immer noch die zwei Kisten unten an meinem Bett und es ist eigentlich auch nicht unbequem aber mein Bett in Deutschland ist halt doch nochmal besser)
  • Sport (vor allem Handball. Konnte aufgrund meiner Verletzung hier kaum Sport machen, was ziemlich schade ist)
  • Autofahren (macht einfach mehr Spaß als im mega überfüllten Transmilenio zu fahren)
  • … und damit verbunden, schnelles Vorankommen (laut dem INRIX 2018 Global Traffic Scorecard ist Bogotá weltweit die Stadt, in der die Menschen durch Stau die meiste Zeit verlieren, im Schnitt pro Jahr 272 Stunden)
  • Jahreszeiten und damit verbunden eine lange Dämmerung
  • VfB Spiele anzuschauen. (Aufgrund der Zeitverschiebung sind die hier immer Samstagmorgens um 8.30 Uhr, wo ich arbeiten muss. Neulich hatte ich Samstags frei und bin extra aufgestanden um mal wieder meinen geliebten VfB anzuschauen. Die 0:6 Niederlage gegen Augsburg war es allemal wert) –> Glücklicherweise kann ich immerhin die Relegationsspiele anschauen.

 

Jetzt könnte man nach dieser Liste meinen, ich will wieder nach Deutschland, weil hier alles so blöd ist, aber das stimmt überhaupt nicht. Ich fühle mich hier immer noch pudelwohl und würde jetzt noch nicht zurückwollen. Und wenn es dann im August soweit ist, weiß ich jetzt schon, dass mir der Abschied mega schwerfallen wird, da ich das Land und die Leute hier sehr ins Herz geschlossen habe. Deshalb werde ich in Deutschland auch vieles von hier vermissen, wofür ich ebenfalls mal eine kleine (ebenfalls unvollständige) Liste erstellt habe:

  • Die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Leute
  • Die Freundschaften, die ich hier geschlossen habe, allen voran, zu meiner Mitvolontärin Franzi und zu meiner Chefin Angélica, aber auch noch viele weitere Menschen.
  • Die spirituelle Offenheit der Leute. (Wenn man in Deutschland erzählt, man glaubt an Gott wird man meistens irgendwie komisch angeschaut, als ob man dumm sei. Hier wird man eher so angeschaut, wenn man sagt, dass man nicht an einen Gott glaubt.)
  • Die Lebensfreude der Leute, trotz teilweiser echt krasser Umstände
  • Die Kinder in den Programmen, die größtenteils einfach so süß und super sind.
  • Auf Deutsch über Leute zu reden, die ebenfalls im Raum sind oder direkt neben einem stehen. Das ist einfach so praktisch, wenn einen keiner versteht.
  • Mango biche (noch grüne Mango, mit Salz und Limette)
  • Gebrannte Erdnüsse für einen Spottpreis

 

Wir ihr seht, denke ich so langsam schon ein bisschen an den Abschied, weil ich heute in 3 Monaten schon ins Flugzeug steigen werde und Kolumbien zumindest für eine Zeit lang Adiós sagen muss. Zusätzlich ist diese Woche mein Mitvolontär Nils wieder nach Deutschland gereist, was das Thema des Abschieds noch einmal präsenter gemacht hat.

Viele Grüße aus Bogotá,
Michi

 

Um zu erzählen, was in letzter Zeit sonst noch so passiert ist, lass ich einfach ein paar Bilder sprechen:

Weihnachten-Urlaub-Arbeiten-Urlaub-Zwischenseminar-Urlaub-Arbeiten

Seit über drei Monaten gab es nichts mehr auf meinem Blog zu lesen. Das tut mir außerordentlich leid aber es war einfach viel zu viel los, von dem ich euch jetzt berichten möchte.

Der letzte Eintrag hört mit dem Ausblick auf Weihnachten auf, da möchte ich jetzt nahtlos anschließen. Den 24. Habe ich bei Santi, einem kolumbianischen Freund und seiner Familie verbracht. Das war ein richtig schöner Abend. Wir haben gemeinsam gegessen und gespielt, bis es 0 Uhr war und die Geschenke ausgepackt wurden. Jeder hat zwei Geschenke mitgebracht, die mithilfe eines mega witzigen Spiels an die Leute verteilt wurden. Danach wurde wieder gespielt und noch etwas getrunken. Am nächsten Tag kam dann Santi, sein Bruder und noch einige andere Freunde zu uns in die WG, wo wir zusammen gegrillt haben. Das war auch mal ne interessante Erfahrung bei Sonnenschein an Weihnachten zu grillen. Am 26. Ging es dann nach einem netten Abendessen mit Angélica, unserer jetzigen Chefin und Aguines, unserer vorherigen Chefin mit Franzi zusammen nach Armenia um die zwei deutschen Volontäre vom CVJM Thüringen die dort arbeiten zu besuchen. Zusammen haben wir wunderschöne Tage mit allerlei verschiedenen Aktivitäten verbracht. Anschließend gingen wir alle zusammen nach Medellín zum zweiten Teil unseres Urlaubs. Auch dort verbrachten wir super tolle Tage und wir waren alle ein bisschen traurig wieder zurück zu müssen.

 

Dann ging es wieder ans Arbeiten. Wie schon erwähnt haben wir unsere Programme und Arbeitsweisen etwas angepasst im neuen Jahr, um effektiver arbeiten zu können. Mit Franzi zusammen halte ich jetzt immer dienstags zweimal und einmal freitags eine Art Jungscharstunde in drei verschieden Hogares ab. Das läuft bisher richtig gut, den Kindern und Mitarbeitern gefällt was wir machen und wir haben den Eindruck, dass die Arbeit auch echt Frucht bringt und die Kinder etwas mitnehmen von dem was wir ihnen versuchen zu erklären. In dieser Zeit kam dann auch der erste Besuch aus Deutschland. Debby und Andy Gärtner haben mich zwei Tage in Bogotá besucht, bevor sie ihre Kolumbien-Rundreise gestartet haben. Das war toll, mal wieder bekannte Gesichter aus Deutschland zu sehen und den neusten Dorfklatsch zu erfahren. Nach nur ein paar Wochen Arbeit ging es dann schon wieder in den Urlaub, diesmal nach Peru. Wir haben innerhalb einer Woche Lima, Cusco, Arequipa und Ica erkundet und atemberaubende Landschaften und Naturschauspiele gesehen. Das war eine super gesegnete Zeit die ich absolut genossen habe. Anschließend startete das Zwischenseminar in Chosica, in der Nähe von Lima. Auch das war eine gesegnete Zeit, in der wir viel reflektiert und kennengelernt haben. Es hat auch echt Spaß gemacht, die ganzen Peru-Volis, die wir ja schon vom Vorbereitungsseminar kannten wiederzusehen.

 

Nach dem Zwischenseminar ging es dann mit Franzi von Lima über Bogotá direkt nach Barranquilla um den letzten Tag des zweitgrößten Karnevals der Welt zu sehen. Leider war an dem Tag quasi gar nichts mehr los, die Stadt war fast tot, sodass wir schon etwas früher nach Santa Marta aufgebrochen sind, wo wir abends dann endlich meine 6 Obersulzer Putzlomba Freunde getroffen haben, die schon seit einer Woche in Kolumbien herumgereist sind. Leider mussten wir uns aus gesundheitlichen Gründen am nächsten Morgen schon wieder aufteilen. 4 meiner Freunde haben sich aufgemacht um auf einer 4-tägigen Expedition die verlorene Stadt Kolumbiens zu finden und zu erkunden. Wir anderen 4 sind nach Taganga umgezogen, wo Debbi, Salome und ich einen dreitägigen Tauchkurs gemacht haben. Da der immer nur den halben Tag ging, konnten wir in der freien Zeit noch das Bergdorf Minca erkunden oder auch mal einen halben Tag entspannen. Samstag abends gab es dann das große Wiedersehen bevor wir am nächsten Morgen alle zusammen in den Tayrona Nationalpark aufgebrochen sind. Dort haben wir eine Nacht direkt am Meer in Hängematten verbracht und tagsüber die wunderschönen Strände erkundet, in denen man leider fast nie baden konnte. Anschließend ging es nochmal nach Minca, wo Ruben auf überragende Weise meine Brille wiedergefunden hat, die ich bei unserem ersten Ausflug dorthin im Wasser verloren hatte. Das war voll die Gebetserhörung, für die ich unendlich dankbar bin. Um den Urlaub abzuschließen ging es noch zwei Tage nach Bogotá, bevor sie sich wieder nach Deutschland aufgemacht haben. Für mich ging es dann erstmal zum Arzt, da mein Fuß mir immer noch Probleme macht. Der Arzt hat mich erstmal einen Monat krankgeschrieben, sodass ich jetzt in der nächsten Zeit so wie schonmal im Dezember bei meiner Chefin im Büro arbeiten werde. Ich bin schon gespannt, was ich dieses Mal basteln darf 😉

 

Jetzt heißt es also, dass ich erstmal nicht mehr in die sozialen Programme gehen kann, dafür habe ich jetzt die Chance den YMCA Bogotá nochmal besser kennenzulernen und kann mich mehr in den Programmen, die dort stattfinden einbringen.

Wenn ich dann aber mal arbeite sieht das ungefähr so aus:

 

Wer möchte, darf gerne für die Heilung meines Fußes beten. Ich weiß, dass Gott ihn heilen wird aber mir wärs Recht, wenn das bald passiert, da ich möglichst bald wieder in die Programme gehen und nicht so viel Zeit beim Arzt verschwenden möchte.

Noch ne kleine Anekdote zum Schluss über Vorteile und Nachteile so groß in Kolumbien zu sein:
Gestern fand das erste Mal EDSE (este día será espectacular) statt, bei dem wir deutsche Volontäre einen Tag zusammen mit Angélica unserer Chefin (und ihrem Freund) verbringen. Gestern waren wir also Bowlen und jeder kam so Überziehsocken, da man die Bowling-Schuhe ausleihen musste. Meine Übersocken sind leider gerissen, da mein Fuß zu groß war –> Nachteil.
Dann ging es also daran die Schuhe auszuleihen und auf einmal war es gar kein Problem mehr keine ganzen Überziehsocken zu haben, da meine Schuhe, die ich bekommen habe noch absolut nagelneu waren. So große Schuhe hat wohl vorher noch niemand gebraucht –> Vorteil.

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So das wars auch schon wieder mit meinem groben Überblick. Ich bedanke mich fürs Lesen und machts gut!

Michi

Update

Als mich mein Bruder gefragt hat, warum er denn keine Emails mehr erhält, wenn ich einen neuen Blogeintrag schreibe und ich ihm erklären musste, dass es daran liegt, dass ich ne ganze Weile keinen Eintrag mehr geschrieben habe, wurde mir klar, dass ich mich mal wieder melden sollte. Deshalb gibt es jetzt ein kurzes Update.

Mir geht es nach wie vor super und in den letzten Monaten ist viel passiert. Wir haben unsere ersten zwei Kurzurlaube am Lago de Tota mit dem höchsten Strand der Welt und in Guatavita abgehalten, allerdings jeweils nur über ein Wochenende. Den unten abgebildeten Sonnenaufgang habe ich allerdings verschlafen (Der frühe Wurm wird vom Vogel gefressen)

Unsere Chefin hat nach 20 Jahren ACJ-Zugehörigkeit den Job gewechselt und jetzt ist ihre ehemalige Assistentin Angélica unsere neue Chefin. Zuerst war ich etwas besorgt wie das jetzt dann alles wird aber das war völlig unbegründet. Sie macht ihre Sache überragend und wir verstehen uns super. Da ich mich in Guatavita am Fuß verletzt habe und drei Wochen auf Krücken unterwegs war, habe ich in der Zeit mit ihr zusammen im Büro gearbeitet. Da hat sich unsere Freundschaft nochmal richtig vertieft und soviel habe ich beim Arbeiten wohl noch nie gelacht.

Jetzt freue ich mich auf Weihnachten, auch wenn es hier aufgrund der Temperaturen eher schwierig ist in Weihnachtsstimmung zu kommen. Glücklicherweise habe ich die letzten fünf Arbeitstage fast ausschließlich damit verbracht in der neu gegründeten Firma „Mutz Manualidades“ Schneeflocken aus Papier zu basteln, um das Büro zu dekorieren. Dadurch merke ich wenigstens, dass es bald soweit ist. Hilfreich sind auch die leckeren Plätzchen, die ich aus Deutschland zugeschickt bekommen habe.

Den Heiligen Abend werde ich bei einem kolumbianischen Freund verbringen. Am 25. Ist geplant im Garten zu grillen und am 26 muss ich wieder arbeiten. Glücklicherweise aber nur diesen Tag, da wir vom 27.12.18 bis zum 02.01.2019 in Armenia im Kaffeedreieck und danach bis zum 07.01.2019 in Medellín sein werden. In Armenia besuchen wir Marcus und Sophie, zwei Volontäre vom CVJM Thüringen. Sie werden auch mit nach Medellín gehen und sich anschließend dann Bogotá anschauen.

Im nächsten Jahr werden sich unsere Aufgaben dann etwas ändern. Mit Franzi zusammen werde ich Dienstags und Freitags eine Art Jungscharstunde in insgesamt drei Hogaren abhalten. Darauf freue ich mich schon sehr. Sonst bleibt erstmal alles gleich.

Danke für alle Unterstützung die ich bisher erhalten habe. Ich fühle mich sehr gesegnet.

Ich wünsche allen Lesern frohe Weihnachten und ein gutes Neues Jahr.

 

Alltag und Konferenzen

Hallo nun melde ich mich auch mal wieder.

 

Seit dem letzten Blogeintrag ist so viel passiert, dass ich es wahrscheinlich nicht schaffen werde alles zu erzählen.

Inzwischen haben wir alle Projekte in die wir gehen können kennengelernt und bis auf Dienstags steht auch schon fest wer wo hingehen wird:

Montags gehe ich mit Franzi in den Kindergarten Alejandria

Dienstags gehe ich alleine in ein Betreuungshaus für Kinder von ca. 7-15 Jahren. Es ist allerdings noch nicht endgültig entschieden, welches Haus es letztendlich sein wird.

Mittwochs gehe ich zusammen mit Nils in eine Schule. Dort arbeiten wir mit Jugendlichen.

Donnerstags ist ACJ-Tag. Wir haben Zeit Programme oder Andachten vorzubereiten oder auch einfach mal auszuruhen.

Freitags gehen wir zu dritt in ein anderes Betreuungshaus.

Samstag morgens gehe ich alleine in ein Projekt. Dieses hat, warum auch immer, sogar einen deutschen Namen: KUBI-TO (Kinder unterstützen, in Bildung investieren). Dieses Programm ist ziemlich cool. Wir haben uns in drei verschiedene Gruppen aufgeteilt und machen coole Projekte. Ich bin in der Wissenschaft und Technik Gruppe, darüber hinaus gibt es noch die Kunst- und die Sportgruppe.

Sonntags ist frei.

In den Programmen ist meine Größe endlich mal ein Vorteil, da die Kinder ständig auf mich zukommen und meine Größe bestaunen. So hat man von Anfang an gleich mal einen guten Einstieg ins Gespräch. Allerdings nervt es dann manchmal doch etwas, wenn man ständig die Decke anfassen soll (je nach Deckenhöhe mit der Hand oder dem Kopf), oder die Kinder am besten alle fünfmal hochheben soll.
Bisher schauen wir noch viel zu und helfen nur den Hauptamtlichen, da unser Spanisch einfach noch nicht perfekt ist. In den nächsten Wochen werden wir dann allerdings immer mehr auch selbst machen. Dienstags ist geplant, dass ich ab nächster Woche immer nachmittags ein Programm auf die Beine stelle. Da aber noch nicht klar ist, ob ich überhaupt in dieses Betreuungshaus gehe, steht das aber auch noch in den Sternen, ob das was wird.

 

Ich bin hier gezwungen sehr viele Sachen zu machen, die ich in Deutschland nicht so oft mache. Zum Beispiel habe ich hier in den sechs Wochen schon mehr gemalt, als in den 4,5 Jahren seit meiner letzten BK Stunde in der Schule zusammen. Einmal wurde ich sogar gezwungen zum Zumba zu gehen, wo ich glaube ich nicht die beste Figur gemacht habe. Lag aber natürlich nur daran, dass ich kein Sportzeug dabei hatte und als einziger in der Jeans mitmachen musste. Es ist aber cool auch mal andere Sachen zu machen und es macht mir deutlich mehr Spaß, als ich gedacht hätte. Wenn ich wieder in Deutschland bin wird in der Jungschar 1 gebastelt!

Letzte Woche waren wir auf einer zweitägigen Konferenz, die glücklicherweise in Bogotá stattfand, sodass wir keinen Stress mit der Anreise hatten. Dort haben wir auch Sophie wiedergesehen, die vom CVJM Thüringen aus ein Volontariat in Quindio macht. Auf dieser Konferenz waren Verantwortliche und Volontäre aus ganz Kolumbien versammelt und es ging um viele verschiedene Bereiche wie man Volontär ist, und was man als Volontär macht.

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Diese Woche fand eine ähnliche Konferenz in Puerto Boyaca statt, bei der aber mehr jüngere Volontäre als in der Konferenz in der Woche davor anwesend waren. Puerto Boyaca liegt nördlich von Bogotá und deutlich tiefer, sodass es dort entsprechend heiß war. Glücklicherweise war es in diesen Tagen für dortige Verhältnisse mit ca. 30-33°C vergleichsweise kühl. Auch dank der hohen Luftfeuchtigkeit war es aber trotzdem extrem heiß für uns. Diese Konferenz ging insgesamt 4 Tage und hat richtig Spaß gemacht. Wir haben Marcus wiedergesehen, der ebenfalls sein Volontariat in Quindio macht.
Wir Bogotáner waren für das Programm am Freitag zuständig. Mittags haben wir uns in Kleingruppen aufgeteilt und verschiede Stationen gemacht. Da ich noch nicht fähig bin komplexe Themen auf Spanisch vorzutragen, war ich dafür zuständig bei jeder Gruppe die zu unserer Station kam, ein kleines Feuer anzuzünden. Als ich dann völlig verschwitzt war und nach Rauch stank, habe ich mich fast wie auf dem Lager gefühlt, wobei das echte Lagerfeeling natürlich woanders nie erreicht werden kann 😉 (+1 Schleimerpunkte bei Chrissi)

Freitags Abends hat dann leider irgendwas mit dem Abendessen nicht gestimmt, sodass am Samstag Morgen ca. ein Drittel der Leute krank war. Leider hat es auch mich erwischt aber dank der von Kaddi hervorragend zusammengestellten Reiseapotheke konnte ich trotzdem am Programm teilnehmen, bei dem wir zuerst mit Kindern Recreaciones (Hüpf- und Singspiele) gemacht und später auf dem Rio Magdalena geholfen haben, schwimmende Pflanzen (von den Kolumbianern „lechuga“ also Kopfsalat genannt) aus dem Wasser zu holen und ins Schilf zu schmeißen. Warum genau wir das gemacht haben, habe ich aber auch nicht ganz verstanden.

 

 

 

Leider musste ich auch schon die Schattenseiten von Kolumbien kennenlernen. Auf einem groß beworbenen Oktoberfest in Bogotá war kein Schwein da und die Preise waren so teuer, dass wir wieder gegangen sind ohne einen Fuß auf das Fest zu setzen. Es lief auch keine deutsche Musik (obwohl es angekündigt war). Enttäuscht sind wir wieder nach Hause gegangen und haben dafür bei uns in der Wohnung einen lustigen Abend verbracht.

Auch meine Fähigkeiten als Einbrecher durfte ich schon zweimal beweisen, als sich Nils aus seinem Zimmer ausgeschlossen hat und ich mich durch ein mega enges Fenster zwingen durfte. Die Blauen Flecken an den Oberschenkeln sieht man zum Teil 1,5 Wochen später immer noch.
Ach ja und mein Handy wurde mir auch gestohlen.

Trotzdem geht es mir hier sehr gut, die Arbeit macht Spaß und ich verstehe mich super mit den Kolumbianern. Mein Spanisch wird auch immer besser und die Missverständnisse werden seltener.

Wie befürchtet konnte ich nicht mal ansatzweise alles erzählen, aber ich hoffe ihr habt jetzt zumindest einen groben Überblick, was wir hier so machen und erleben.

Danke für alle Unterstützung und Gebete und für alle Nachrichten die mich erreichen. Ich freue mich über jede einzelne.

Viele Grüße aus Bogotá
Michi

Tanzen im Büro der Chefin

So nun melde ich mich schon wieder. Eigentlich wollte ich noch eine ganze Weile warten, weil ich später die Häufigkeit der Blogeinträge eh nicht aufrecht halten kann aber Franzi hat mich überzeugt mit ihrer Aussage, dass wenn man am Ende nicht mehr so viel schreibt es besser ist, am Anfang wenigstens ein paar Einträge geschrieben zu haben.

Seit dem letzten Eintrag haben wir wieder viel erlebt. Vergangenes Wochenende waren wir auf dem Monserrate, einem Berg auf ca. 3200m direkt bei Bogotá. Wir sind mit der Bahn hochgefahren weil die Kolumbianer uns dringend davon abgeraten haben zu Fuß hochzugehn, da das Sauerstofflevel hier deutlich niedriger ist. Von oben hatten wir einen wunderschönen Ausblick über Bogotá. Auf dem Berg gibt es eine sehr schöne Kirche und einen Markt, auf dem wir unsere ersten Kolumbientrikots gekauft haben. Inzwischen sind es schon zwei, die zusammen nicht mal 15€ gekostet haben.
Sonntag morgens sind wir zusammen mit Andres in die Kirche „el lugar de su presencia“ (Der Ort seiner Gegenwart) gegangen und haben einen Gottesdienst miterlebt. Das Gebäude ist eigentlich gar keine Kirche sondern mehr ein riesiger Theater- oder Konzertsaal. Da der Gottesdienst in umliegenden Gebäuden auch noch übertragen wurde, waren insgesamt 9000 Menschen mit dabei. Und das 5-6 mal an jedem Wochenende. Auf dem Weg zur Kirche sind wir mit einem SITP Bus gefahren, die im Gegensatz zu den Transmilenio keine eigene Fahrspur haben. Der Vorteil an diesen Bussen: Man kann sie anhalten wo man gerade ist und braucht nicht bis zu einer Station zu laufen, der Nachteil: sie sind deutlich kleiner, sodass ich nicht mal ansatzweise darin stehen kann. Zum Glück gab es noch Sitzplätze.

Am Dienstag und Mittwoch haben wir jeweils zu dritt einen Kindergarten des ACJs besucht und ein bisschen in die Arbeit dort reinschnuppern dürfen. In den nächsten Wochen werden wir dann immer allein die ganzen anderen Projekte kennenlernen. Da wird sich dann zeigen, wie gut mein Spanisch wirklich ist.

Am Donnerstag konnten ich die kolumbianische Bürokratie kennen lernen, als wir in der Migracíon waren um unseren „kolumbianischen Personalausweis“ zu beantragen. Im Voraus wurde uns vom ACJ gesagt wir brauchen drei Passbilder, da ich dummerweise nur zwei dabei hatte, habe ich letzte Woche extra nochmal Fotos machen lassen. Am Mittwoch hieß es dann wir sollen zwei mitnehmen. Schlussendlich wollten die die Fotos selbst machen, sodass ich jetzt einen Haufen Bilder von mir rumliegen hab.

Sonst haben wir diese Woche noch die Stadt erkundet, waren im Museum von Botero, auf einem Flohmarkt und im botanischen Garten.

Gestern hatte ich die erste Tanzustunde mit Andres, im Büro unserer „Chefin“ Aguines, die aufgrund mangelnder weiblicher Teilnehmer mit Besen abgehalten wurde. Die Besen wurden aber liebevoll Angelica und Aguines getauft. Getanzt wurde so ziemlich alles, was die kolumbianische Musik hergibt, Salsa, Merenge, etc.
Andres ist allgemein der lustigste Typ hier, mit ihm wird es nie langweilig. Ständig gibt es irgendwelche peinliche Challenges oder Wetten. Neulich hat er für ein Eis eine Taube gefangen. Leider wird er nächste Woche sein eigenes Volontariat im Ausland antreten und nach Deutschland fliegen.

Heute waren wir zum ersten Mal in der Samstagsgruppe, in der wir ab jetzt mitarbeiten werden. Franzi ist bei den niños (8-15), während Nils und ich uns bei den jóvenes (17-29) einbringen. Anschließend wurden wir bei einem Volontärstreffen gefühlt das 10. Mal den Leuten vorgestellt. Mit Deutschlandflaggen über dem Rücken und weiteren schwarz-rot-goldenen Accessoirs haben wir „ein Kompliment“ und das Fliegerlied gesungen. Anschließend wurde Haribo und gute deutsche Schokolade verteilt. Die Leute waren begeistert (aber eher wegen der Süßigkeiten).

Das wars auch schon wieder von mir. Ich hoffe euch hat der kleine Einblick in meine letzte Woche gefallen.

 

P.S. Die Polizei in Bogotá sucht dringend nach einem wilden Plakatierer, der ausländischer Aufkleber in Bogotá verteilt. Das Beweisbild ist unten angehängt. Laut Zeugenaussagen handelt es sich um einen sehr großen, ausgesprochen intelligenten und gutaussehenden Mann im Alter zwischen 20 und 25. Falls ihr Hinweise auf den Täter habt, bitte an die zuständige Polizeibehörde weiterleiten.

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Wer das wohl war???

¡Hola desde Colombia!

Hallo zum ersten Mal aus Kolumbien. Jetzt bin ich schon fünf Tage hier und habe schon sehr viel erlebt. Wir sind am Sonntag um ca. 20.00Uhr in Bogotá angekommen und wurden von einigen Kolumbianern überschwänglich begrüßt und abgeholt. Zusammen mit Andres sind dann Nils und ich in unsere WG gefahren. Dort angekommen hat er uns die Wohnung gezeigt. Diese hat mich positiv überrascht. Außer dass man weder die Klo, noch die Duschtüre schließen kann ist eigentlich alles perfekt. Naja im Spiegel seh ich mich nur bis zum Bauchnabel aber ich habe schon gefragt ob ich weiter oben nochmal einen aufhängen darf. Auch die Tür vom Wohn-/Esszimmer in den Flur ist eher für Menschen unter 1,80m gemacht aber das wird schon auch irgendwie funktionieren. Die Strichliste, wer wie oft den Kopf angeschlagen hat, hängt schon dort.
Mein Wunsch auf ein längeres Bett wurde kreativ mithilfe von zwei aufgestellten Kisten und einem Kissen darauf gelöst. Jetzt sind halt meine Füße ca. 10cm höher als der Rest beim schlafen aber das geht auch. Eventuell baue ich mir selbst noch irgend eine Verlängerung.

Montags ging es dann zum ersten Mal in den ACJ (Asociación Cristiana de Jóvenes, quasi der spanische Name für CVJM). Dort lernten wir Aguines kennen, die die Leiterin der Abteilung Mission im ACJ ist und für uns dieses Jahr die Ansprechperson darstellt. Sie und auch alle anderen waren super nett zu uns und versuchen langsam zu reden, dass wir auch die Chance haben, sie zu verstehen. Mein Spanisch ist deutlich besser als ich gedacht hatte. Ich verstehe schon fast alles. Mit selbst sprechen hapert es zwar noch ein bisschen mehr aber das versuchen wir im täglich stattfindenden Sprachkurs am Morgen zu beheben. Aktuell sieht der „Alltag“ so aus, dass wir morgens eben den Sprachkurs haben und dann Mittagessen gehen, das bisher immer super geschmeckt hat. Nachmittags haben wir verschiedene Dinge gemacht, die Stadt angeschaut, gelernt wie man Transmilenio (Bus) fährt etc.
Dabei ist es hilfreich, dass einige Kolumbianer auch deutsch sprechen und uns so einiges besser erklären können. Bis Donnerstag war Joe, unser Mentor zufällig auch noch in Bogotá und konnte uns ebenfalls helfen uns gut einzufinden.
In der nächsten Woche wird unser Programm ähnlich ablaufen, die Woche darauf gehen wir dann zum ersten Mal in die Programme und unsere eigentliche Arbeit geht los.

Am Donnerstag fand dann der erste echte WG Abend statt, bei dem der Kickoff der neuen NFL Saison gebührend angeschaut wurde. Mit Tortillas und komischer Mandarinenlimo war das ein sehr gelungener Abend. Der Vorteil hier: Bei uns ging das Spiel um 19:30 los im Gegensatz zur eher ungünstigen Zeit um 2:30Uhr in Deutschland.
Mein Mitvolontär Nils ist jetzt offiziell auch ein Packers Fan 😉

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Allgemein geht es mir richtig gut hier und ich freue mich schon wenn es richtig losgeht und ich nicht mehr ständig irgendwelche Wörter nachschlagen muss.

Danke, dass ihr euch für mein Jahr hier interessiert, das freut mich sehr. Noch ein kleiner Tipp: wer benachrichtigt werden möchte, wann ich einen neuen Blogeintrag schreibe, kann seine Email-Adresse unten auf der Seite eintragen, dann entgeht euch nichts mehr.

Viele Grüße aus Kolumbien,
Michi

Vorbereitungsseminare

Obwohl es erst im September für mich losgeht, habe ich schon ziemlich viele Seminartage absolviert. Die ersten Tage fanden im Rahmen des CVJM Weltweitwochendes schon im Februar statt. Im April habe ich dann zum ersten Mal meine Mitvolis bei einem Treffen in München kennengelernt. Am 18. Juli ging es dann zum großen Vorbereitungsseminar in Kassel, bei dem wir in neun Tagen alles beigebracht bekommen haben, was man irgendwie in diesem Jahr oder in der Vorbereitung brauchen könnte. Da ging es neben allen möglichen Themen zum Beispiel um organisatorische-, gesundheitliche- und Sicherheitstechnische Dinge.

Ziemlich müde ginge es für uns drei direkt nach München, um nochmal zwei zusätzliche Seminartage, spezifisch für unsere Einsatzstelle abzuhalten.

Jetzt denke ich, dass ich halbwegs gut vorbereitet in das Jahr gehe auch wenn noch einiges im Voraus erledigt werden muss.